Agamyx.de

Modelleisenbahn der Spuren H0 und N

Kategorie: Dieselloks

Märklin 37203 V120 001 (V32 001) der DRG

Modell:

Diesel-Druckluft-Lokomotive V120 001 (V32 01) der DRG. 3 Achsen angetrieben, 2 Haftreifen, 5poliger HLA-Antrieb,
2-Licht Spitzensignal mit der Fahrtrichtung wechselnd, digital schaltbar, 6090-Digitaldecoder, Länge über Puffer 18,5 cm.

Umbau:

Die Lokomotive wurde mit einem Märklin mSD Sounddecoder ausgestattet.
Da es keine Tonaufzeichungen gibt, und keine der Maschinen mehr existiert, wurde ein fiktiver Sound (der einer V140, modifiziert) aufgespielt.

Vorbild:

1924 erteilte die DR einen Auftrag zur Entwicklung einer leistungsfähigen Diesellokomotive für den Personenzugdienst auf Haupt- und Nebenbahnen.
Da die heute übliche elektrische oder hydraulische Leistungsübertragung noch nicht entwickelt war, wurde das für große Diesellokomotiven entscheidende Problem der Kraftübertragung zwischen Motor und Rädern über ein pneumatisches System gelöst.

Ein aus dem U-Boot-Bau stammender 6-Zylinder-Dieselmotor von MAN war mit einem zweistufigen Verdichter gekoppelt, der Luft auf 7 bar verdichtete.
Diese Luft wurde von den Motorabgasen in einem Wärmetauscher auf 350 °C erhitzt, um die beim Verdichten als Wärme verlorengegangene Energie wieder zuzuführen.
Dieser Wärmeverlust ist ein prinzipieller Nachteil der pneumatischen Kraftübertragung.

Die Pressluft wurde nun einem Triebwerk zugeführt, wie es auch für Dampflokomotiven verwendet wurde: Zwei Zylinder mit 700 mm Durchmesser arbeiteten auf die mittlere von drei gekuppelten Achsen.
Die Steuerung entsprach der Bauart Heusinger.

Der Aufbau der Lokomotive war kastenförmig mit zwei Endführerständen, da auf Grund des Aufbaus ein Betrieb nur vom jeweils in Fahrtrichtung vorderen Führerstand ohne Einschränkungen möglich war.
An den Stirnseiten befand sich je ein großer Kühler für den Motor.

Die Probefahrten führten zu mehreren Änderungen, so dass die 1927 gebaute, zunächst als V 3201 bezeichnete Lokomotive erst 1929 in Dienst gestellt wurde.
Sie wurde der Reichsbahndirektion Stuttgart zugeteilt und 1930 in V 120 001 umgezeichnet (entsprechend der Motorleistung von 1.200 PS).

Die Lokomotive bewährte sich nicht und wurde schon 1933 aus dem Dienst genommen. An ihrer Stelle entwickelte man die V 140 001 mit hydraulischer Kraftübertragung.

Video:

Galerie:

Märklin 37210 V140 001

Modell:

BR V 140 der Deutschen Bundesbahn

Gussgehäuse, alle Achsen angetrieben. Achsfolge 1C1. Lichtwechsel 3xgelb/2xrot mit der Fahrtrichtung wechselnd. Länge über Puffer 166 mm. Kurzkupplungsaufnahme. Märklin 5-Poliger Hochleistungsantrieb.

Umbau:

Die Lok wurde von mir mit einem Märklin mSD Sounddecoder (2. Generation vor dem mSD/3) und zwei Lautsprechern ausgestattet.

Hier geht es zum Umbaubericht der V140 001.

Vorbild:

Nach nur achtmonatiger Bauzeit wurde diese grundlegend neue Lokomotive im Juli 1935 in Dienst gestellt.

Damit war die V140 die erste Groß-Diesellokomotive mit hydraulischer Kraftübertragung.

Krauss-Maffei sowie das Reichsbahn-Zentralamt in München und die Firma BBC, MAN und Voith waren an der Entwicklung und dem Bau dieser Maschine beteiligt.

Der Dieselmotor entwickelte bei 700 U/min eine Leistung von 1400 PC.

Das Voith-Flüssigkeitsgetriebe mit einem Drehmomentwandler und zwei Kupplungen übertrug diese Leistung auf die Blindwelle.

Bis 1953 wurde die Lokomotive im Raum Frankfurt eingesetzt. Seit 1970 befindet sie sich im Deutschen Museum in München.

Video:

Galerie:

Märklin 36645 BR 245 006-2

Vorbild:

Dieselelektrische Lokomotive Baureihe 245 der Deutschen Bahn AG (DB AG). Gebaut von Bombardier als Serienlokomotive aus dem TRAXX-Typenprogramm.

Highlights:

Erstmalige Auflage der „Multi-Engine“-Lokomotive Baureihe 245.
Lokomotive mit eingebautem mfx-Decoder und vielfältigen Soundfunktionen.
Detailliertes, preiswertes Einsteigermodell mit umfangreicher Ausstattung.

Modell:

Mit Digital-Decoder mfx und umfangreichen Geräuschfunktionen. Spezialmotor. 4 Achsen über Kardan angetrieben. Haftreifen. Fahrtrichtungsabhängig wechselndes Dreilicht-Spitzensignal und 2 rote Schlusslichter, konventionell in Betrieb, digital schaltbar. Beleuchtung mit warmweißen und roten Leuchtdioden (LED). Länge über Puffer 21,7 cm.

Großbetrieb:

Diesellokomotive BR 245 DB AG Zur Ablösung der seit fast vier Jahrzehnten stark beanspruchten Diesellokomotiven der Baureihe 218 begann die Deutsche Bahn schon vor einigen Jahren, nach geeignetem Ersatz zu suchen. Die neuen Loks sollten in der Lage sein, mittelschwere Regionalpersonen- und Güterzüge problemlos zu befördern. Fündig wurde die DB schließlich bei Bombardier, welche die aus der Traxx-Familie stammende, einmotorige Diesellokbaureihe 246 im Angebot führte. Diese dieselelektrische Maschine hat sich schon seit einigen Jahren vor den Metronom-Doppelstockzügen zwischen Hamburg und Cuxhaven ausgezeichnet bewährt. Neue Abgasnormen machten jedoch eine Weiterproduktion der Baureihe 246 schwierig. Daher schlug Bombardier einen anderen Weg ein: Statt eines großen, für die Abgasnormen noch zu modifizierenden Dieselmotors, erhielten die knapp 19 Meter langen und 83 Tonnen schweren Loks vier einzelne, kleinere Dieselmotoren, welche die neuen EU-Abgasnormen Stage III B erfüllen. Ein weiterer Vorteil ist das Zu- oder Abschalten von einzelnen Motoren je nach gefordertem Leistungsbedarf, um zumindest theoretisch eine kraftstoffsparende und umweltfreundliche Fahrweise zur ermöglichen. Hierbei entscheidet die Elektronik ohne Zutun des Lokführers, wann nicht benötigte Motorleistung und auch welcher Motor abgeschaltet wird. Letzteres um möglichst gleichzeitige Wartungszyklen für die Motoren zu erreichen. Von dieser Variante überzeugt, schloss nun die DB mit Bombardier einen Rahmenvertrag über die Lieferung von insgesamt 200 Loks der neuen Baureihe 245. Nach erfolgreichen Probefahrten mit dem Prototypen 245 001 bestellte die DB-Regio sogleich 20 Maschinen für die Regionalbereiche Frankfurt/Main, Mühldorf und Kempten. Die 160 km/h schnellen Loks werden von vier Sechszylinder-Dieselmotoren des Typs Caterpillar CAT C18 mit einer Gesamtleistung von 2.252 kW (3.062 PS) angetrieben und bestechen durch ihre Beschleunigung. Sieben weitere 245er bestellte die DB Fernverkehrssparte am 10. Juni 2014 zur Ablösung der Baureihe 218 bei den Sylt-Shuttles, wobei jeweils eine einzelne 245 eine 218-Doppeltraktion ersetzen wird.

Persönliche Anmerkungen:

Die Lok stammt aus der Märklin StartUp-Reihe, und beweist wieder einmal, dass es durchaus möglich ist, ein wertiges Modell für deutlich unter 200,- Euro Straßenpreis zu produzieren. Sicherlich werden detailverliebte hier nicht fündig, die Lüftungsgitter zum Beispiel sind nicht durchbrochen, und die Türgriffe sehen nicht ganz optimal aus. Dennoch ist die Lok allgemein recht gut detailliert.

Das Fahrverhalten ist mit den Decoder-Werkseinstellungen etwas ruppig beim Anfahren, dass lässt sich jedoch mit Einfahren und etwas Decoder-Feintuning noch verbessern.
Ansonsten fährt die Lok aber sehr feinfühlig, und mit sehr leisem Motor.

© 2017 Agamyx.de

Theme von Anders NorénHoch ↑