Erweiterte Motorola-Adressen bei MFX-Decodern

Erweiterte Motorola-Adressen bei MFX-Decodern

Märklin sieht hier neben der Haupt-Lokadresse weitere Folgeadressen vor. Auf jeder Folgeadresse sind die Funktionen F1-F4 verfügbar, welche Decoder-Intern auf die Funktionen F5-F8, F9-F12 und F13-F16 gelegt (gemappt) sind.  Der Haken an der Sache ist natürlich der, dass nirgends dokumentiert ist wie viele Folgeadressen es gibt, und wie diese lauten.  Wer also mehrere solche Loks hat, muss diese Adressen per CV-Programmierung ändern (geeignete Zentrale vorausgesetzt). Bei der CU 6021 muss das so oder so gemacht werden, da diese nur die Motorola Adressen 1-80 unterstützt.

Folgende CVs sind hier relevant:

  • CV1 = Basisadresse, zum Beispiel 30
  • CV75 = 1. Folgeadresse, zum Beispiel 31
  • CV17 = 2. Folgeadresse, zum Beispiel 32
  • CV18 = 3. Folgeadresse, zum Beispiel 33
  • CV49 = Steuert die Anzahl der möglichen Folgeadressen, und legt fest ob diese automatisch der Basisadresse folgen, oder über die CVs 75/17/18 geregelt werden

In der CV49 liegt der “Haken”. Da nicht dokumentiert ist, was welche Lok unterstützt hilft nur probieren. Bei älteren Decodern (zum Beispiel auch der ESU LokSound V3 M4) wird nur eine Folgeadresse unterstützt. Allerdings haben ältere Sounddecoder auch meist nicht mehr als 8 Funktionen wofür dann auch zwei Adressen reichen.

Eine Übersicht welche Lok wie viele Adressen erlaubt gibt es nicht, daher hilft hier nur probieren! Bisher geht jedoch IMMER MINDESTENS EINE Folgeadresse, und das reicht i.d.R. für die wichtigsten Funktionen.

Mögliche Werte für die CV49:

  • 80 = Keine Folgeadressen
  • 1 = 1 Folgeadresse automatisch vergeben (also Basisadresse +1)
  • 2 = 2 Folgeadressen automatisch vergeben (also Basisadresse +2)
  • 3 = 3 Folgeadressen automatisch vergeben (also Basisadresse +3)
  • 4 = Keine Folgeadressen (Dieses Register ist doppelt, da es zwei Gruppen an Bits für automatische und manuelle Konfiguration gibt)
  • 5 = 1 Folgeadresse manuell vergeben (Wert in CV75)
  • 6 = 2 Folgeadressen manuell vergeben (Wert in CV17)
  • 7 = 3 Folgeadressen manuell vergeben (Wert in CV18)

Die größten Erfolge habe ich bisher mit der automatischen Vergabe von drei Adressen, also CV49 = 3 erzielt.

Was nun folgt ist von der Art der Steuerung abhängig. Bei der CU 6021 gibt man die gewünschte Folgeadresse ein, und bedient die Funktionen. Bei der Multimaus oder WLANmultimaus legt man einfach eine Lok mit der Adresse an. Nachfolgend ein Beispiel wie es an der Z21 App gemacht wird.

Da ich via iTrain-PC-Steuerung fahre ist das Bedienen der Funktionen sehr einfach, da iTrain die Funktion mit mehreren Adressen ohnehin schon unterstützt. Dennoch muss ich bei der Z21 die Dummy-Loks zuvor anlegen, damit die Zentrale die Adressen, und deren Datenformat kennt.

Ganz neu produzierte Märklin-Loks scheinen nun nach und nach das DCC-Protokoll zu unterstützen. Allerdings ist das nicht immer eindeutig dokumentiert. Für moderne Digitalzentralen hat das den Vorteil, dass keine Folgeadressen benötigt werden, und alle Funktionen direkt angesprochen werden können. Hier sollte man vor dem Kauf die Anleitung online lesen, oder genau schauen was im Katalog steht.

Weitere Details in der Bildergalerie:

 

Märklin 6090 Lokdecoder

Märklin 6090 Lokdecoder

Katalogdaten:

Der Decoder c 90 führte den Hochleistungsantrieb bei der Märklin- Modellbahn ein.

Er besitzt daher neben dem 8-Poligen Codier Schalter zwei einstellbare Potis, bei denen die Höchstgeschwindigkeit und die Anfahr- Bremsverzögerung der Lok eingestellt werden kann.

Die erste Version des Decoder c90 besaß eine schaltbare Funktion, die im Analogbetrieb, der wie beim Decoder c80 (fast immer) automatisch erkannt wurde, ausgeschaltet war.

Die spätere Version dieses Decoders besitzt bis zu 5 schaltbare Funktionen.

Die Lichtfunktion (f0) und die erste Zusatzfunktion (f1) sind dabei meistens im analogen Betrieb eingeschaltet.

Für alle Decoder c 90 gilt, dass sie entsprechend der Tabelle auf eine der 80 möglichen Adressen eingestellt werden können.

Persönliche Anmerkungen:

Der Decoder hat systembedingt das Problem, dass er nach einiger Zeit die eingestellte Fahrtrichtung “vergisst”, und dann in seiner Vorzugsrichtung fährt.
Dies hat dann zur Folge, dass die Lok entgegengesetzt der in der Steuerzentrale eingestellten Richtung fährt.

Dieses Problem lässt sich nur dadurch umgehen, dass man die Lok ein paar Minuten von der Anlage nimmt, an der Steuerung auf Vorwärtsfahrt einstellt, und die Lok dann wieder auf das Gleis setzt.
Grundsätzlich sollte die Lok nur unter Vorwärtsfahrt abgestellt werden.

In vielen Loks mit diesem Decoder wurde die Stirnbeleuchtung leider mit der Lok Masse als Rückleiter verbunden. Dies hat zur Folge, dass die Beleuchtung bei modernen Zentralen flackert.

Der Decoder hat jedoch einen Lötpunkt, an dem der Rückleiter (Ub+) angeschlossen werden kann (siehe Bilder, orangene Adern). Damit ist die Beleuchtung nun massefrei, und flackert nicht mehr.

In den Niedrig-Fahrstufen zeigt der Decoder deutliche Schwächen, und steuert den Motor recht laut an. Bei mittleren und hohen Fahrstufen arbeitet der Decoder robust und fehlerfrei.

Galerie:

Märklin Sounddecoder mSD/3

Märklin Sounddecoder mSD/3

Die mSD/3-Decoder kommen mit einigen neuen Features daher:

  • 32 Funktionen, statt bisher 16
  • 64Mbit Soundspeicher, statt bisher 32 Mbit
  • 4096 interne Fahrstufen, statt bisher 126
  • Soundauflösung 16 Bit, statt bisher 12 Bit
  • 8 Wiedergabekanäle, statt bisher 6
  • Erweitertes Functionmapping
  • Umfangreiche Einmessfahrt

Und das Beste zum Schluss, der gesamte Programmiervorgang dauert mit dem neuen Märklin Decoder Tool und dem dazu passenden Decoder-Programmer etwa 1-2 Minuten. Das klappt bei der Konkurrenz aus Ulm derzeit noch nicht in dieser Zeit.

Die Trägerplatine hat sich auch etwas verändert. Es ist ein neuer “kleiner” Lautsprecher im Set dabei. Er ist sehr schmal, und lässt sich dadurch in die Kleinsten Ecken einer Lok packen. Der Sound leidet darunter nicht im geringsten!

Die Decoder gibt es in verschiedenen Varianten, je nach dem ob mit oder ohne vorhandene Schnittstelle.

Katalogdaten (Quelle: Märklin Webseite):

Zum Umrüsten von Märklin/Trix H0 Lokomotiven mit eingebautem Hochleistungsmotor oder anderen Gleichstrommotoren. Der Märklin SoundDecoder3 besitzt eine 21-polige Schnittstelle und dazu passend eine Schnittstellenplatine zum Nachrüsten von analogen und digitalen Lokomotiven. Der Märklin SoundDecoder3 unterstützt die Digitalformate mfx, MM1, MM2 und DCC.

60975 mSD/3 Dampflok mit Leiterplatte:
Voreingestellter Sound einer Dampflokomotive.

60976 mSD/3 Diesellok mit Leiterplatte:
Voreingestellter Sound einer Diesellokomotive.

60977 mSD/3 E-lok mit Leiterplatte:
Voreingestellter Sound einer Elektrolokomotive.

Zum Umrüsten von Märklin/Trix H0 Hobby-Lokomotiven der 36er-Serie. Der Märklin SoundDecoder3 besitzt eine 21-polige Schnittstelle und dazu passend eine Schnittstellenplatine für Drehgestell-Lokomotiven der 36er-Serie. Der Märklin SoundDecoder3 unterstützt die Digitalformate mfx, MM 1, MM2 und DCC.

60978 mSD/3 für Start Up-Diesel-Loks
Voreingestellter Sound einer Diesellokomotive (Herkules).

60979 mSD/3 für Start Up-E-Loks
Voreingestellter Sound einer Elektrolokomotive (TRAXX).

Zum Umrüsten von Märklin/Trix H0 Lokomotiven mit eingebautem Hochleistungsmotor oder anderen Gleichstrommotoren. Der Märklin SoundDecoder3 besitzt einen angelöteten Kabelbaum mit einem 8-poligen NEM Schnittstellenstecker zum Nachrüsten vieler Lokomotiven mit einer entsprechenden NEM Schnittstelle und Lokomotiven mit Platzmangel. Der Märklin SoundDecoder3 unterstützt die Digitalformate mfx, MM1, MM2 und DCC.

60985 mSD/3-Dampflok mit Kabelbaum
Voreingestellter Sound einer Dampflokomotive.

60986 mSD/3-Diesellok mit Kabelbaum
Voreingestellter Sound einer Diesellokomotive.

60987 mSD/3 -E-Lok mit Kabelbaum
Voreingestellter Sound einer Elektrolokomotive.

Galerie: