Märklin 29721 BR94 713 der DB

Modell: Lokomotive mit Digital-Decoder mfx und umfangreichen Geräuschfunktionen. Geregelter Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel. 5 Achsen angetrieben. Haftreifen. Lokomotive weitgehend aus Metall. Eingerichtet für Rauchsatz 72270. Fahrtrichtungsabhängig wechselndes Dreilicht-Spitzensignal und nachrüstbarer Rauchsatz konventionell in Betrieb, digital schaltbar. Beleuchtung mit wartungsfreien, warmweißen Leuchtdioden (LED). Kolbenstangenschutzrohre und Bremsschläuche liegen bei.

Vorbild: Üppige Zugkraft – Die von 1914 bis 1924 in etwa 1236 Exemplaren gebauten Tenderlokomotiven der Baureihe 94.5 waren ursprünglich als preußische T16.1 in Dienst gestellt worden. Während der Länderbahn und Reichsbahnzeit waren sie die leistungsstärksten Steilrampen- und Rangiermaschinen für 17 Mp Achslast. So eigneten sich diese Maschinen bestens für den Einsatz auch auf Nebenstrecken. Schon unmittelbar nach ihrer Indienststellung erwiesen sich die T 16/1 als außerordentlich vielseitige Lokomotiven, die sich problemlos handhaben ließen. Darüber hinaus erforderte deren Einrahmenkonstruktion mit Zweizylinder-Triebwerk weit weniger Wartungsaufwand als etwa komplizierte Mallet-Konstruktionen. Die DRG hatte als Ersatz für die T16 zwar an eine neue Einheitslokomotive in dieser Klasse gedacht, doch stoppte der Krieg diese Planung. Später entwickelte die DB aus dieser Konzeption im Rahmen des neuen Nachkriegs-Typenprogramms die Baureihe 82. Diese Maschinen konnten sich allerdings nicht in erwarteter Weise durchsetzen. Dagegen überlebten die letzten T16 ihre Nachfolgerinnen um viele Jahre. Einige Exemplare blieben museal erhalten. Außer den von Preußen in Dienst gestellten Maschinen gab es von der T16 auch noch zahlreiche verschiedene Länderbahn-Spielarten.

Test: Eines vorweg: Es ist eine Lok aus einem Startset. Die Erwartungen hielten sich daher einigermaßen in Grenzen. Die Optik und Haptik der Lok ist wirklich toll. Viele frei stehende Teile, angemessene Detaillierung.

Die Fahreigenschaften wären ganz in Ordnung, wenn die schlechte Stromaufnahme nicht wäre. Die Lok hat bei Langsamfahrt sehr häufig Aussetzer, selbst bei nagelneuen Gleisen. Der Sound ist, naja, Baukastensound halt. Nicht wirklich berauschend. Kommen dann noch die Aussetzer dazu, überschlägt sich der Decoder bei der Soundwiedergabe so dermaßen, dass sich die Lok anhört wie eine Nähmaschine. Auf dem Prüfstand verhielt sich die Lok unauffällig und schleudert kaum.

Nach der Drosselung der Geschwindigkeit von gut 150 km/h auf vorbildgerechte 60 km/h überschlägt sich der Sound nicht mehr.

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